Plattform für Informationen des Ortsbeirates Rohrbach
(Ortsteil von Ober-Ramstadt)
aus der Sicht der
CDU-Fraktion.
Verantwortlich für den Inhalt: Werner Ferdinand

Bürgerhaus Rohrbach

28.06.2018 Bearbeitung ab sofort nur noch privat
10.05.2019 überarbeitet für mehr Transparenz

 

Die Stadtverordneten haben mit der Mehrheit der SPD am 08.02.2018 entschieden, dass das Bürgerhaus in Rohrbach abgerissen und neu gebaut werden soll.

Die Grundlage für die Entscheidung zum Neubau war ein Gutachten von 2009 in dem 3 Sanierungsvarianten untersucht wurden.

1. Energische Sanierung einschl. Maßnahmen für Dach und Sonnenschutz: 1.150.000€, also unter Berücksichtigung der Energieeinsparverordnung EnVO.
2. Sanierung wie 1. , zusätzlich Sanierung der Innenräume: 1.620.000€
3. Komplettsanierung, wie 2., zusätzlich Geräte für Küche und Gastraum, Bodenbelag und Decke, Fassadenverkleidung und sogar akustische Maßnahme sowie eine Photovoltaikanlage und Solarkollektoren:
1.980.000€

In der der Stadtverordnetenversammlung vorangegangenen Bauausschusssitzung am 30.01.2018 wurden die Kosten des Gutachtens auf das heutige Datum wie folgt von der Verwaltung hochgerechnet und präsentiert (zu diesem Zeitpunkt war das Gutachten der CDU-Fraktion noch nicht bekannt, siehe unten):

Zitat aus dieser Versammlung:

"die Sanierung nach Energieeinsparverordnung EnVO kostet 2.000.000€ lt. Gutachten, auf das ein Zuschlag wegen Preissteigerungen und zus. Forderungen der EnVO von 40% aufgeschlagen werden muss. Damit liegen die Kosten für eine Sanierung bei 2.800.000€, also in der Größenordnung wie für einen Neubau. Zusätzlich reduzieren sich die Folgekosten um 50%, weil der Neubau nur noch halb so groß wird. Die Verwaltung orientiere sich an den Entscheidungen des Landkreises, wonach auch bei zu erwartenden Sanierungskosten, die deutlich unter den Neubaukosten liegen, dennoch für Neubau entschieden wird."

Zitatende

(Letzte Aussage widerspricht den IKEK-Richtlinien, siehe unten)

An dieser Aussage ist nachweislich Folgendes falsch:
1. Die genannten Kosten von 2.000.000€ gelten für die Komplettsanierung und nicht nur für die Sanierung nach EnVO

2. Die Kostensteigerung beträgt nur 20%, gemäß Kostensteigerungsindex und 0% für Forderungen aus der EnVO

3. Die Folgekosten erhöhen sich nicht proportional des Bauvolumens. Lediglich die Betriebskosten erhöhen sich, was aber von den Folgekosten durch die höhere Investition mehr als kompensiert wird.

Obwohl der in der Bauausschusssitzung anwesende IKEK-Koordinator und Architekt, H. Kind, mitteilte, dass im Rahmen des Architektenauftrages gemäß HOAI ein Vergleich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen und danach erst entschieden werden soll ob Neubau oder Sanierung, wurde auf eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung/-berechnung verzichtet und mehrheitlich beschlossen, das Bürgerhaus abzureißen.

Auch nachdem in der folgenden Stadtverordnetenversammlung am 08.02.18 von der CDU dargelegt wurde, dass die in der Bauausschusssitzung genannten Zahlen falsch sind und die korrekten Zahlen klar für eine Sanierung sprechen, wurde wie bereits im Ausschuß, mehrheitlich für "Neubau" entschieden.

Werden für die Kostenermittlung einer Sanierung zum heutigen Zeitpunkt die korrekten Kosten und die korrekte Preissteigerung zugrunde gelegt, betragen diese 1.380.000€. das sind rd. 1.400.000€ weniger als in der Bauausschusssitzung genannt.

Auch bei Zugrundelegung der Kosten für eine Gesamtsanierung, bei der gegenüber dem jetzigen Gebäude eine deutliche Verbesserung, auch des Komforts, gäbe, lägen die Kosten einer Sanierung (2.376.000€) immer noch deutlich (ca. 500.000 bis 700.000€) unter den Kosten für einen Neubau und - zur Erinnerung - das Bürgerhaus bliebe gross.

Aber auch unabhängig von diesen Zahlen und bei Annahme, dass Neubau und Sanierung etwa gleiche Kosten zur Folge haben, bliebe den Rohrbachern bei einer Sanierung das Bürgerhaus in der bestehenden Grösse erhalten. Der Neubau ist nur halb so gross vorgesehen, weil vermieden werden soll, dass die Versammlungsstättenrichtlinie beachtet werden muss (ist ab 199 Personen erforderlich).

das Bürgerhaus, so wie es jetzt, 2019, besteht, ist voll funktionsfähig und es gibt keinerlei Einschränkungen in der Nutzung.
Eine energetische Sanierung würde jeder private Investor erst vornehmen, wenn nachgewiesen wäre, dass sich diese amortisiert. Warum nicht auch beim Bürgerhaus? Vielleicht weil Steuergelder, auch wenn schon Schulden vorhanden sind, immer noch beliebig zur Verfügung stehen?

Ob die falschen Zahlen absichtlich oder nur wegen Unkenntnis genannt wurden, kann kaum nachvollzogen werden. Allerdings wurde die Entscheidung der Stadtverordneten absichtlich erschwert oder gar unmöglich gemacht, indem man das oben genannte Gutachten erst 5h vor der Stadtverordnetensitzung zur Verfügung stellte. Das, obwohl dieses von den Fraktionen der CDU und BFO/Grüne bereits Wochen vorher angefordert wurde.

Die CDU- und BFO/Grüne-Fraktion forderten eine Verschiebung der Entscheidung, um auf Grund des (zu kurzfristig vorgelegten) Gutachtens den Sachverhalt noch einmal prüfen zu können. Dies wurde mehrheitlich abgelehnt.

Das Bürgerhaus funktioniert im Prinzip ohne Einschränkungen. Die in IKEK- Dokumenten erwähnte geringe Lagerfläche kann leicht erhöht werden, indem man die Räumlichkeiten der defekten Kegelbahn dafür nutzt.

So ist es auch möglich, nur eine energetische Sanierung (falls sich diese überhaupt amortisiert) und die Sanierung der WC-Anlagen vorzunehmen.
Mit dieser Variante könnten gegenüber einem Neubau deutlich über 1.000.000€ eingespart werden. Da wäre z.B. auch noch eine Trennwand in der Halle machbar.

Bei all diesen Entscheidungen wurde der Ortsbeirat nicht einbezogen, obwohl dies nach § 82 HGO erforderlich ist und der Ortsbeirat in der Sitzung vom 22.01.18 den Magistrat ausdrücklich darum geben hatte.

Sozusagen als "Trostpflaster" gab es dann am 26.06.18 eine Sitzung des Ortsbeirates, in dem über den Stand berichtet wurde.

Es wurde auch erläutert, dass im Gesamtkonzept der Bürgerhäuser aller 3 Ortsteile, das Bürgerhaus in Rohrbach für kulturelle Veranstaltungen, das Bürgerhaus in Modau für Sportveranstaltungen und das in Wembach/Hahn für "gemütliche kleine" Vereinsveranstaltungen vorgesehen sind.

Die vorgesehene Nutzung für grössere kulturelle Veranstaltungen widerspricht u.E. ebenfalls einer Verkleinerung des Bürgerhauses. Dies in der Ortsbeiratsitzung angesprochen, wurde damit beantwortet, dass die Veranstaltungen dann in der Stadthalle stattfinden müssen.

Das würde für die Veranstalter zusätzliche Kosten bedeuten. Die Laienspielgruppe muss z.B. bei halber Besucherkapazität doppelt so oft aufführen, wodurch sich nicht nur der Aufwand sondern auch die Hallengebühr entsprechend erhöht.

Zum neuen Feuerwehrgerätehaus:
Oft wurde argumentiert, dass wegen des neben dem Bürgerhaus geplanten neuen Feuerwehrgerätehauses ein Abriss des vorhandenen Gebäudes erforderlich sei. Das ist überhaupt nicht nachvollziehbar. Die Neubaukonzepte, Ziegen das Feuerwehrgerätehaus abgesetzt von der Halle geplant und vielleicht mit einem Verbindungsgang zum Bürgerhaus das wäre auch ohne Probleme bei einer Sanierung des vorhandenen Gebäudes machbar, zumal ja die Heizung sowieso erneuert würde und leicht für die Feuerwehr höher dimensioniert werden könnte.
Ich kann auch nicht verstehen, wieso man das neuen Feuerwehrgerätehaus mitten in den Ort bauen muss. Andere Kommunen machen das besser. Außerhalb von Rohrbach gäbe es ausreichend Platz und die Zeit bis zum Einsatz würde dadurch nur unmaßgeblich beieinflusst werden. Ich habe mich gewundert, dass es von Seiten der Anlieger keine Proteste gab/gibt, wo diese doch schon durch das Bürgerhaus belastet sind.

 

Liebe Rohrbacher.

Wir bedanken uns herzlich für Ihren Besuch bei der Ortsbeiratssitzung am 26. Juni 2018 und Ihr damit verbundenes Interesse.
Wir haben alle unsere Möglichkeiten ausgeschöpft, um das Bürgerhaus in Rohrbach in der jetzigen Grösse zu erhalten und fast 1Mio.€ Steuergelder einzusparen oder zumindest eine fachlich fundierte Grundlage für die Entscheidung herbei zu führen..
Es ist jetzt wohl endgültig, dass es einen Neubau geben wird.
Wir wünschen und hoffen, dass er gut gelingt und von den rohrbacher Bürgern optimal genutzt werden kann.

Ihre CDU im Ortsbeirat Rohrbach,
i.V. Werner Ferdinand.

 

Nachtrag 10.06.2019:
die neue Halle soll mit einem Zuschuss aus dem IKEK-Verfahren gefördert werden.
Im IKEK-Leitfaden steht geschrieben, Zitat:

..."Allerdings gilt dabei immer das Motto „Sanierung und Umbau vor Abriss und Neubau“. Vor einem Abriss ist der Gebäudezustand (zumindest bauliche Mißstände aufweisende Liegenschaften) u.a. auch unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen und städtebaulichen Erfordernissen zu bewerten"....

Diese Vorgaben wurden offensichtlich nicht beachtet. Sollte dies zur Konsequenz haben, dass es dadurch keine Förderung gibt, wäre der finanzielle Schaden für die Ober-Ramstädter Steuerzahler noch höher als oben beschrieben.

Es kann davon ausgegangen werden, dass das Bürgerhaus bei einem Neubau doppelt so lange nicht genutzt werden kann wie bei einer Sanierung. Während der Außensanierung könnte die Halle weiter genutzt werden.

Nachtrag 18.09.19
Ich habe jetzt erfahren, dass vorgesehen ist, bei großen Besucherzahlen, die das kleinere Bürgerhaus nicht mehr fassen kann, dieses nach außen mit einer mobilen zeltähnlichen Konstruktion zu erweitern.
Ich gebe da zu bedenken, dass dann die Anwohner noch mehr akustisch belastet werden als es jetzt schon der Fall ist , zumal auch die Feuerwehr dort etabliert werden soll und für zusätzlichen Lärm bei Einsätzen, Übungen, Wartungsarbeiten, Versammlungen udgl. sorgen wird.

Nachtrag 24.10.19
Aussagen der Verwaltung in der Bürgerversammlung am 23.11.19:
1. "Der Neubau kostet 2,3 Mio€ zzgl. Außenanlagen, Abriss, Entsorgung und Inneneinrichtung"

2. "Wegen der Novellierung der EnVO sind zum Sanierungskonzept 20% Kostensteigerung zu erwarten"

3. "Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses mache einen Neubau des Bürgerhauses erforderlich"

Mein Kommentare dazu (ich wollte in der Bürgerversammlung eine komplizierte Diskussion vermeiden):

zu 1. Im Gutachten ist dies alles enthalten, sogar darüber hinaus auch eine Photovoltaikanlage. Die obigen Kostendifferenzen werden also bestätigt.

zu 2. Ich hatte bereits in der Stadtverordnetenversammlung am 08.02.18 darauf hingewiesen, dass es eine Kostensteigerung auf Grund der EnVO nicht gibt.

Hier gibt es die die Nachweise dazu:

https://enev-online.com/enev_praxishilfen/160816_enev_2014_bestand_irrtumer_ausnahmen_pflicht_sanieren_sanierungspflicht.htm

die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) sieht im § 10 (Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden) gegebenenfalls nur folgende Nachrüstpflichten vor:
- Alte Heizkessel erneuern
- ungedämmte Heizungsleitungen dämmen
- ungedämmte Warmwasserleitungen dämmen
- oberste Geschossdecken dämmen.

Und hier:
https://enev-online.com/enev_praxishilfen/enev_ab_2016_dialog_anforderungen_im_baubestand.htm

Auch bei großflächigen Erweiterungen im Bestand mit gleichzeitiger Erneuerung der Wärmeerzeuger, bei denen die EnEV 2014 für den neuen Gebäudeteil den Neubau-Standard fordert, greifen die erhöhten Neubau-Anforderungen NICHT!

zu 3. Das Feuerwehrgerätehaus kann auch auf dem Gelände errichtet werden, wenn das bestehende Gebäude verbleibt. Siehe auch Begründung oben.

 

Nachtrag 12.11.19
in der Ortsbeiratssitzung gestern, in der ich und einige weitere rorbacher Bürger als Gäste zugegen waren, stand das Bürgerhaus Rohrbach auf der Agenda. Herr Crößmann, von der Verwaltung, Fachbereich 3, berichtete über den Stand.

Es wurde wieder behauptet, dass die Kostensteigerungen aus der EnVO die Sanierungskosten von 2009 so verteuern würden, dass ein Neubau wirtschaftlicher sei. Das Gegenteil hatte ich bereits in der Stadtverordnetensitzung am 08.02.18 nachgewiesen. Siehe auch die Internet-Nachweise im Nachtrag zuvor.

Auch wurde behauptet, dass der Neubau ein IKEK-Beschluss der Rohrbacher Bürger sei. Auch das ist nicht richtig. Es wurde lediglich der Bedarf ermittelt und Vorschläge gemacht. Ich erinnere an die Bauausschusssitzung am 30.01.2018, in der der IKEK-Koordinator und Architekt Herr Kind mitteilte, dass auf Basis der IKEK-Vorschläge der beauftragte Architekt auf Basis von Wirtschaftlichkeitsberechnungen gemäß HOAI die Entscheidungsvorlage für Neubau oder Sanierung vorlegen würde. Das wurde bekanntlich nicht abgewartet.

Nach Aussage von Herrn Crößmann waren in den Kosten für den Neubau z.Z. der Entscheidung in der Stadtverordnetenversammlung nicht enthalten:

- Abriss und Entsorgung (nicht erf. bei Sanierung)
- Außenanlagen (nicht erf. Bei Sanierung, auch keine Tragwerkplanung und weitere)
- Planungs- und Nebenkosten (in den Sanierungskosten mit rd. 200.000€ enthalten)

31.08.20: siehe unten die Ergänzung zu den aktuellen Kosten

D.h. dass im Vergleich mit der Sanierung die Neubaukosten zu dieser Zeit in Wirklichkeit einige 100.000€ zu niedrig angesetzt wurden.
Es wurden sozusagen Äpfel mit Birnen verglichen.

Es waren auch einige Anwohner zugegen, die sich darüber beklagten, dass auf sie keine Rücksicht genommen wurde.
Die Belastungen durch mehr Verkehr und Lärm, insbesondere durch die Feuerwehr und den geplanten Zeltanbau am neuen Bürgerhaus nehmen massiv zu.

Es wurde gefragt, wieso die Feuerwehr nicht am Ortsrand plaziert wurde.
Von einem Insider erhielt ich die Information, dass auf Grund von Personalmangel bei der Ober-Ramstädter Feuerwehr, in Zukunft ein Zusammenschluss aller Wehren nicht ausgeschlossen werden kann. Wenn dies wirklich mal Realität würde, wären die Anwohner wieder etwas entlastet aber auch das neue FW-Gebäude mehr oder weniger hinfällig.

Weiter Info aus der Sitzung:
Es gibt 3 Ausführungsvarianten, die sich vorwiegend in der Anordnung der Gebäude, Parkflächen und des Spielplatzes unterscheiden.

Es wurde kritisiert, dass der Spielplatz zu dicht an den Straßen geplant ist.

Die Beauftragung des Architekten läuft, es gibt dazu eine EU-weite Ausschreibung bzw. Wettbewerb

bis Mai 2020 soll der Vorentwurf für den Neubau vorliegen. Damit liegt auch die Kostenschätzung des Architekten vor.

Fertigstellung ist geplant bis Dez. 2022

es ist noch nicht geklärt, ob und wie es für die Vereine Ausweichräume geben wird.

Nachtrag nach der Bauausschusssitzung am 31.08.20:
Der Neubau soll gemäß Angaben des Architekten (Kostenschätzung nach HOAI) jetzt rd. 4.225.000 € kosten.

Das wäre sicher ein guter Anlass, den Vergleich zu einer Sanierung noch einmal zu aktualisiere:.

die Baupreiserhöhung seit 2009 beträgt gemäß https://bki.de/baupreisindex.html rd. 30%. die damit hochgerechneten Kosten für eine Komplettsanierung - einschl. Einrichtung - würden also 1.980.000€ * 1,3 = 2.574.000€ betragen

der Neubau kostet also 1.651.000€ mehr als eine Komplettsanierung einschl. Inneneinrichtung, und - ich wiederhole mich: bei einer Sanierung würde das große Bürgerhaus mit der großen Bühne erhalten bleiben.

Und: Unter Beachtung der aktuellen Diskussionen um eingesparte CO2-Emission ist ein Neubau um so mehr in Frage zu stellen.

Die oben bereits erwähnte Vorgabe durch die IKEK-Richtlininen "Sanierung vor Neubau" werden jetzt so deutlich mißachtet, dass die Verweigerung der Förderung eigentlich unausbleiblich ist.

Es muss auch hinterfragt werden, ob nicht das Bürgerhaus wie vorhanden verbleiben kann. Es gibt derzeit keine entscheidenden Nutzungseinschränkungen. Und die beiden anderen funktionierenden Bürgerhäuser einbezogen, die auch erneuert werden sollen, ergeben sich verzichtbare Kosten in der Größenordnung von 10 Mio€.

 

Übrigens:
Den Vorwurf von Mitglieder der Mehrheitsfraktion, "die demokratische Mehrheitsentscheidung endlich zu akzeptieren", kann ich nicht gelten lassen.
Für mich ist eine Entscheidung, bei denen die Gesetze (GemHVO), die Wirtschaftlichkeit und die Interessen der Steuerzahler mißachtet werden und darüber hinaus auch noch die Entscheidung durch falsche Zahlen und Zurückhaltung von wichtigen Dokumenten manipuliert wird keine demokratische Mehrheitsentscheidung.

 

02.10.20:
Im Darmstädter Echo erschien am 18.09.2020 ein Artikel zum Bürgerhaus in dem nach einem Interview im Rathaus behauptet wird, "eine Sanierung wäre deutlich teurer als ein Neubau".

Nachdem ich mich eigentlich schon entschlossen hatte, dem "Ungemach seinen Lauf zu lassen", konnte ich so eine Aussage einfach nicht stehen lassen und habe meine Meinung in einem Leserbrief an das Darmstädter Echo geäußert.
Daraufhin erhielt ich vom DE eine eMail, in der mir mitgeteilt wurde, dass das DE die Sache mit dem Ergebnis recherchiert habe, dass meine Darstellung falsch sei. Ich habe dann mit dem Redaktionsleiter telefoniert, der mir mitteilte, dass er den Leserbrief doch veröffentliche, wenn ich ihm nachweisen könne, dass meine Kostenversion stimme.

Ich habe dann weitere Informationen, u.a. auch das Sanierungs-Gutachten von 2009 nachgesendet. Mein Leserbriefe wurde nicht veröffentlicht, dafür gab es aber einen neuen Artikel am 01.10,2020 unter der Überschrift "Ist die Sanierung billiger?" und "Auf Lesernachfrage wird in Ober-Ramstadt noch einmal nachgerechnet".

Mit hätte besser gefallen: "Die Sanierung ist deutlich billiger". Dieser Artikel enthält auch wieder Unwahrheiten, die ich auch dem Darmstädter Echo mitgeteilt habe, nachfolgend der Wortlaut:

Sehr geehrter Herr......
Vielen Dank für die Wiedergabe meines Leserbriefes in Form des heute erschienen Artikels. Allerdings hat Sie der Vertreter der Stadt wohl wieder nicht korrekt informiert.

1. Die Architektenkosten sind in den Gutachtenkosten enthalten. Das sind nämlich die Bau-Nebenkosten, siehe Gutachten Seite 6 unten mit 310.000€. (steht ja auch so in Ihrem Artikel) Vielmehr ist es so, dass die Stadt lange Zeit beim Neubau diese Kosten "vergessen" hatte.

2. Wenn das Gebäude saniert wird, bleibt es dort stehen wo es steht. Eine Veränderung an den Außenanlagen ist nicht erforderlich. Das ist deshalb genau auch eine Position wo gespart werden kann. Auch die Außenanlagen wurden erst spät zu den Kosten des Neubaus ergänzt.

3. Dass die Folgekosten des größeren Gebäudes ein Vielfaches des kleineren Gebäudes betragen ist mit nichts zu begründen. Im Gegenteil: alleine die höhere Investitionssumme für einen Neubau würde Folgekosten generieren, die die Instandhaltungs- und Reinigungskosten beim bestehenden Gebäude weit überschreiten. Im Übrigen wäre dies durch eine fachliche Berechnung nachzuweisen und nicht einfach nur zu vermuten.

4. Es gab ein Neubaukonzept, bei dem stand das Feuerwehrgerätehaus komplett losgelöst vom Bürgerhaus und mit diesem nur mit einem schmalen Gang verbunden. Das wäre auch mit dem vorh. Gebäude machbar. Die höhere Heizleistung und Anschluss an die Haustechnik kann leicht und kostengünstig auch im Rahmen einer Sanierung gelöst werden. An dieser Stelle erlaube ich mir auch zu hinterfragen, ob ein neues Feuerwehrhaus wirklich in Ortsmitte errichtet werden muss, wo doch außerhalb des Ortes genug Platz ist, die Anwohner nicht belästigt würden und die Einsatzzeit kaum eingeschränkt würde. Viele andere Kommunen machen das so.

5. Wenn der Zuschuss des Dorfentwicklungsprogrammes sich nur auf einen Zuschuss für die Abrisskosten beziehen würde, betrüge diese einen fast vernachlässigbaren Anteil. Soviel ich weiß, erwartet die Stadt einen wesentlich höheren Betrag, Dieser wäre bei einer Sanierung sichergestellt. Aber fragen Sie doch bitte Frau Fache vom Landkreis, die in Ihrem Artikel vom 18.09.20 mehrmals erwähnt wurde, wie diese "Sanierung vor Neubau" interpretiert.

Den erwähnten Vergleich von "Äpfel mit Birnen" macht die Stadt. Ich frage mich, was ist der wirkliche Grund für dieses seltsame Neubaukonzept. Dass es wohl andere Gründe geben muss, kann auch aus "Manipulationen" vor der Entscheidung im Stadtparlament geschlossen werden.
Ich erinnere:
- Das Gutachten wurde bis "auf den letzten Drücker" zurück gehalten. Kaum jemand war in der Lage, diese vor der Abstimmung zu studieren - die Zahlen aus dem Gutachten wurden falsch wiedergegeben.
- es wurden Kosten aus der EnEV hinzu gerechnet, die es nicht gibt.
- es gibt keine Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit, obwohl diese in der Gemeindehaushaltsverordnung gefordert werden
- Architekt Kind, Koordinator im Verfahren "IKEK/Dorfentwicklung", hatte in der der Stadtverordnetensitzung vorausgehenden Bauausschusssitzung am 30.01.2018 mitgeteilt, dass der für das Bürgerhaus zu beauftragende Architekt im Rahmen seines HOAI-Vertrages nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten prüfen müsse, ob es eine Sanierung oder eine Neubau gebe.

Man hat sich einfach darüber hinweg gesetzt und für einen Neubau entschieden.

Machen Sie bitte mit diesen Informationen was Sie wollen. Mein Vorschlag: Organisieren Sie doch zu diesem Thema eine Podiumsdiskussion.

Vielen Dank für Ihre Mühe und Ihr Engagement..
Mit freundlichem Gruß, Werner Ferdinand.


24.10.2020 "Corona"
Jemand vom Gesangverein hat das geprüft:
in der jetzigen großen Halle könnten 50 Sänger auf Abstand Singen proben. Das wäre in der kleinen Halle nicht mehr möglich.

 

14.03.21 Vielleicht mein letzter Eintrag zu diesem Thema
Ich habe ja im Bekanntenkreis immer wieder dieses Thema angeschnitten und nahezu immer Zustimmung zu meinen Argumenten gefunden. Ich wurde aufgefordert "dran zu bleiben". Aber das war es auch. Ich habe keine Unterstützung gefunden und stand öffentlich immer alleine da. Und als Einzelgänger politisch etwas zu bewirken ist ziemlich chancenlos.
Ich habe auch bei der Kommunalaufsicht, dem RP und bei IKEK interveniert. Aber auch von dort kam nichts
. Das sieht nach außen so aus, als ob ich mit meiner Meinung nicht nur allein dastehe sondern auch falsch liege.

Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Vielleicht werden die Rohrbacher Vereine und Bürger im neuen kleinen Bürgerhaus doch vielleicht dem alten großen irgendwann mal nachtrauern.

Danke für Ihr Interesse.

 

Hier, auf der HP der Stadt gibt es zus. Informationen mit Suche "IKEK"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Baupreisindex

Pressemitteilung der CDU zu diesem Thema - klick hier (pdf ca. 8kB)

Darmstädte Echo zur Stadtverordnetenversammlung am 08. 02.2018 - Klick hier (pdf ca.17kB )

   

 

 

Zum Abschluss bitte noch Fotos vom Endspiel der Fussball-WM 2002, das sich viele Rohrbacher im Bürgerhaus angesehen haben.
In einem möglichen Neubau würden die nicht mehr alle reinpassen.

Zur Erinnerung:
im Endspiel standen sich Deutschland und Brasilien gegenüber, was die Südamerikaner mit 2:0 gewannen.
Aber da kann das Bürgerhaus nichts dafür...

   
   
   
   
  Startseite Ortsbeirat
   
 

die Abteilung "Vovinam" gründete sich aus den sogenannten Boatpeople der 70er-Jahre (vorwiegend vietnamesische Flüchtlinge )

 

zur Homepage Vovinam

05.05.2018: der Sportverein Blau-Gelb-Darmstadt, Abteilung Kampfsport Vovinam im voll besetzten Bürgerhaus

die Veranstalter kommen schon einige Jahre ins Bürgerhaus Rohrbach um diese internationale Veranstaltung durchzuführen.
Dies wegen des geräumigen Bürgerhauses, der grossen Bühne und der Küche.
Bei einer gezielten Vermarktung könnte das Bürgerhaus, auch in der vorhanden Grösse, sicher um Einiges wirtschaftlicher betrieben werden.